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Aus gegebenem Anlass ...
... finden Sie
hier zu meinem Roman "Der Traumapfel" einige private Worte.
Ihr Inhalt richtet sich insbesondere an denjenigen Besucherkreis
meiner Seite, der immer wieder einmal mit Anfragen an mich herantritt, ob ich von meinen Erfahrungen mit dem novum Verlag berichten
könnte, da ebenfalls eine Veröffentlichung bei diesem Verlag in Erwägung
gezogen würde.
"Der Traumapfel", erschienen im novum Verlag, würde es nach meinem
heutigen Kenntnisstand über die Buchbranche in der vorliegend
veröffentlichten Form nicht geben! Nicht, dass ich diesen ersten Roman
verstecken müsste. Im Gegenteil: Ich liebe ihn, wie wahrscheinlich jeder
Autor einen besonderen Bezug zu seinem ersten Roman behält, egal, wie
viele dem Erstling noch folgen. Als ich im Jahr 2006 an den novum
Verlag herantrat, hatte ich allerdings noch überhaupt keine Ahnung, wie ein
unbekannter Autor an einen veröffentlichungswilligen Verlag gerät. Von
den sog. Druckkostenzuschussverlagen, über die negativ in der Presse
geschrieben worden war, hielt ich mich natürlich fern, zumal ich nicht
im Traum daran dachte, eine fünfstellige Summe nur dafür zu zahlen, ein
eigenes Buch in den Händen zu halten.
Ich beobachtete die Presse
über den novum Verlag und deren Verlagsaktivitäten zwei Jahre lang und
schloss, da ich nichts Negatives erfahren hatte, einen Vertrag mit dem
Verlag. Zu diesem Zeitpunkt (2004 bis 2006) brachte der novum Verlag an
die 80 Neuerscheinungen jährlich heraus, meines Wissens bereits
einschließlich der Sachbücher. Bei diesen Zahlen und angesichts der
Fülle der bei den Verlagen üblicherweise unverlangt eingehenden
Manuskripte konnte ich davon ausgehen, dass eine Qualitätskontrolle bei
der Entscheidung über eine Veröffentlichung im Verlag stattfinden
müsste. Ich habe für die Leistungen des Verlages, die sich im
Vertragswortlaut nicht von üblichen Verträgen der großen
Publikumsverlage unterschieden, kaum mehr bezahlt, als für einen reinen
Druck der tatsächlich versandten Expemplare und erhielt das volle Leistungsprogramm,
vergleichbar mit dem der großen Publikumsverlage - so dachte ich
zumindest. Es handelte
sich also um einen "Zuschuss" im Sinne des Wortes und ich konnte
die Argumente des Verlages über eine Risikoverteilung bei Inverlagnahme von unbekannten
Autoren sogar nachvollziehen. Wohlgemerkt: der novum Verlag hat alle
vertraglichen Pflichten - rechtlich gesehen - mir gegenüber eingehalten,
allerdings sagt dies über die Qualität der vertraglichen Leistungen,
insbesondere derjenigen einer erfolgreichen Vermarktung nach dem Druck,
nicht wirklich etwas aus. Eine vermutete Untätigkeit in einzelnen
Schritten lässt sich rechtlich schwer beweisen.
Jeder Autor kommt anders zum Schreiben,
der eine früher, der andere später. Aber in jedem Fall gilt: Erst mit
dem Wunsch nach Veröffentlichung lernt der Autor, dass auch der
Buchmarkt ein Markt ist, dass auch hier Kompetenz, Renommee, Engagement auf der
einen Seite und wirtschaftliche Zwänge auf der anderen von
Bedeutung sind. Man sollte diesen Markt also halbwegs kennen, bevor man
einen Vertrag mit einem Druckkostenzuschussverlag schließt. Für mich
persönlich hatte es keine sonderlichen Nachteile, da ich erst durch die
Veröffentlichung meines ersten Romans den Mut fand, aus meiner bis dahin
rein privaten Schreib- und Lesewelt herauszutreten und Kontakt
aufzunehmen zu anderen Autoren, zu Verlegern und Agenten. Der umgekehrte
Weg ist allerdings wesentlich empfehlenswerter!
Heute veröffentlicht der novum Verlag ein
Vielfaches der ca. 80 Neuerscheinungen. Heute ärgere ich mich, meinen
"Traumapfel" diesem Verlag anvertraut zu haben. Und wie ein investigativer
Artikel im dieser Tage erscheinenen Autorenkalender 2010 des
42er Autoren e.V.
bei dem ich seit
2007 Mitglied bin, vermuten lässt, findet offensichtlich eine
Qualitätskontrolle nicht mehr statt - jedenfalls, wie der Fall des Rico Beutlich beweist,
keinesfalls in ausreichendem Maße. Lesen Sie weitere
Informationen und Hintergründe dieser hanebüchenen Geschichte unter
www.autorenkalender.de
Herzlichst
Ihre Cordula Hamann
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