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Zusammenfassung "Unter der Treppe"

2008: Strafprozess vor dem Schöffengericht Berlin-Tiergarten gegen Georg Lehmann.
Die Aussagen des 63jährigen Angeklagten werden zur Lebensbeichte eines Mannes aus einfachen Arbeiterkreisen, der in sich die Schranken eines überholten Standesdenkens und die Freiheit einer neuen bundesdeutschen Zeit vereinigt. Diese Mischung macht eine ebenso ungewöhnliche wie symbiotische Freundschaft zwischen zwei Männern möglich, die unterschiedlicher nicht sein können. Der Roman erzählt die dramatische Geschichte einer Freundschaft, die eine herrschsüchtige Ehefrau ebenso überdauert wie die Verurteilung in einem Mordprozess und den Verlust des geliebten Zuhauses.

Mit dem Hintergrund der Entwicklung Westberlins vom Mauerbau bis nach deren Fall wird Georgs Leben auch zu einem Zeitzeugnis über den Großteil der deutschen Nachkriegsgeneration, dessen Bewusstsein ebenso weit entfernt von den Forderungen der 68er-Bewegung war, wie von dem faschistischen Gedankengut der Elterngeneration.



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