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Zusammenfassung "Anna-Sophia"

1982: Als ihr Verlobter Rolf in einer Firma Geld unterschlägt, gerät für Sina ihre geordnete Welt in einem kleinen Dorf an der Ostsee aus den Fugen. Da kommt ihr eine ungewöhnliche Zeitungsanzeige gerade recht. Hunderttausend DM werden versprochen: die Lösung aller finanzieller Probleme und damit die Rettung vor einer schmachvollen Entdeckung. Ohne weiter zu überlegen und ohne Wissen ihres Verlobten lässt sich Sina auf das Angebot ein.
In einem Hamburger Hotel zeugt sie mit dem reichen Industriellen Ernst Sörich ein Kind und wird so zur Leihmutter für ihn und seine Frau. Niemand rechnet damit, dass Sina Zwillinge erwartet und Ernst Sörich lehnt es kategorisch ab, beide Kinder zu nehmen. Sina und Rolf wagen nicht, vor Gericht zu gehen und Sina kämpft um den verbitterten Rolf und um ihr Familienglück, zunächst erfolgreich, doch es soll nicht lange währen.


Der Roman erzählt die dramatische Geschichte zweier Paare, deren Schicksal durch eine heimliche Leihmutterschaft verbunden ist. Leihmutterschaft - in Deutschland verboten - nimmt durch medizinische und technische Fortschritte stetig zu. Via Internet bestellen Paare Kinder per Katalog und zahlen Zehntausende dafür. Diese Auswüchse der Globalisierung werfen zwar eine Reihe rechtlicher und wirtschaftlicher Fragen auf, aber sie drängen auch das Hauptproblem aus der öffentlichen Diskussion: das Gefühlsdilemma der Beteiligten und Betroffenen, oft auch mit traumatischen Folgen. Diesen Aspekt einer Leihmutterschaft, beinahe so alt wie die Menschheit selbst, rückt die Geschichte wieder in den Vordergrund.



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